Zahnarzt für Zahnimplantate in Grenzach, Lörrach, Rheinfelden

Zahnimplantate (Implantologie)

Zahnimplantate sind künstliche Zahnwurzeln, die in den Kieferknochen eingesetzt werden um verlorengegangene Zähne zu ersetzen. Implantate werden bereits seit 40 Jahren in der Zahnheilkunde eingesetzt und sind seit 1982 von der deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde als gesicherte Therapieform anerkannt. In der Schweiz sind zur Zeit viele verschiedene Zahnimplantatsysteme im Einsatz wobei sich besonders zylindrische bzw. schraubenförmige Implantatformen bewährt haben.

Unsere Praxis in Grenzach-Wyhlen ist spezialisiert auf die Implantologie. Dr. Jürgen Rutschmann hat während seiner 25-jährigen Implantologie Erfahrung bereits über 1000 Implantate erfolgreich eingesetzt.

Einsatz von Zahnimplantaten in unserer Praxis in Grenzach-Wyhlen

Zum Ersatz von einzelnen z.B. unfallbedingt verlorengegangenen Zähnen

Schließen von größeren Lücken

Ersatz fehlender hinterer Backenzähne (Freiendsituation)

Bei stark reduzierter Restbezahnung

Totalersatz bei völliger Zahnlosigkeit

Zum Erhalt der Knochenstruktur

Was ist ein Zahnimplantat?

Vorher / Nachher Bilder

Vor der Behandlung
Nach der Behandlung

Implantologie Details

Die Versorgung mit Zahnimplantaten macht in vielen Fällen einen herausnehmbaren Zahnersatz überflüssig. Der festsitzende Zahnersatz auf Implantaten kann viel natürlicher gestaltet werden, weil keine Klammern oder sichtbare Halteelemente am Zahn notwendig sind. Mit Hilfe von Implantaten kann die Anzahl von tragenden Pfeilern vermehrt werden, so daß der Zahnersatz nicht mehr den Gaumen bedeckt. Gerade diese Gaumenabdeckung stört viele Patienten. Das schmecken von Speisen wird durch eine Gaumenplatte beeinträchtigt und zahlreiche Patienten berichten, dass Sie ein andauerndes Fremdkörpergefühl in der Mundhöhle verspüren. Mit einem gaumenfreien Zahnersatz schmecken und spüren Sie wieder alles.

 

Brücken

Mit Implantaten kann aber auch eine festsitzende Brücke anstelle einer Prothese hergestellt werden. Diese kann so gestaltet werden, dass der Zahnersatz so natürlich und ästhetisch wirkt wie die eigenen Zähne.

 

Implantat als Zahnersatz

Sollte nur ein einzelner Zahn verloren gegangen sein, z. B. durch einen Unfall, sind Implantate die einzige Therapie, die ein Beschleifen gesunder Nachbarzähne verhindern. Das ist ein besonderer Vorteil, wenn Sie Ihr gewohntes Lachen und Aussehen behalten wollen. Durch den Ersatz nur des verlorenen Zahnes kann mit einer maximal schonenden Zahnheilkunde therapiert werden. Es wird nur ersetzt, was fehlt.

Fragen & Antworten

Was sind überhaupt Zahnimplantate?

Implantate sind künstliche Zahnwurzeln, die in den Kiefer gesetzt werden. Zahnimplantate sind aus gewebsfreundlichen Materialien hergestellt, welche vom Knochen reizlos toleriert werden. Auf das Implantat wird dann der Zahn aufgebaut.

Halten die Zahn-Implantate ewig?

Angestrebt wird sicherlich, dass ein Zahnimplantat möglichst ewig hält. Implantate ragen wie natürliche Zähne durch die Mundschleimhaut in die Mundhöhle. Daher sind sie wie die Zähne ungünstigen Faktoren der Mundhöhle ausgesetzt. Diese sind: Speisereste, Zahnbeläge und die damit verbundenen Krankheitserreger. Bei unzureichender Pflege können ähnliche Prozesse wie beim natürlichen Zahn entstehen. Diese Prozesse können über Zahnfleischtaschen zu einem Knochenschwund führen und so das Implantat gefährden. Absolute Voraussetzung für einen Langzeiterfolg ist daher die Mundhygiene, die mit einer kontinuierlichen Betreuung auch nach Fertigstellung der Arbeit durch den Behandler unterstützt werden soll. Weitere Risikofaktoren für den Langzeiterfolg sind starkes Rauchen und bestimmte allgemeine Erkrankungen wie Diabetes Typ1 (Insulinspritzen), längere Cortisonbehandlung z.B. bei bestimmten rheumatischen Erkrankungen – aber auch ein schlechtes Knochenlager. Dieses Risiko sollte im Einzelfall so genau wie möglich abgeschätzt werden.

Werden Implantate auch vom Körper abgestoßen?

Abstoßungsreaktion, wie sie bei Allergien bekannt sind, treten bei Zahnimplantaten, insbesondere denen aus reinem Titan, extrem selten auf. Häufig wurden früher Entzündungen, die wir bei natürlichen Zähnen kennen und die natürlich auch bei Implantaten auftreten können, fälschlicherweise für Abstoßungsreaktionen gehalten. Im Gegensatz zu früheren Meinungen, nachdem die Titanoberfläche geradezu eine chemische Verbindung mit den Knochenzellen eingehen sollen, zeigen neuere Untersuchungen, dass auch Titan zu einer unspezifischen Fremdkörperreaktion führt. Diese führt jedoch im Knochen nicht zu einer Abstoßung.

Auch wenn Titan die lang ersehnten Wünsche der zahnärztliche Chirurgie nach einem geeignetem Material für einen Zahnersatz im Knochen in vieler Hinsicht erfüllt hat, wird ständig an einer weiteren Verbesserung geforscht. Schwerpunkte der Forschung sind zum einen die Oberflächenoptimierung des Titan, aber auch komplett andere Materialien.

Welches ist das beste Implantat-System?

Diese Frage läßt sich nur generell beantworten. Die großen Implantatsysteme haben alle ein hohes Niveau erreicht. Jedes System hat in bestimmten Fällen Vorteile und in anderen Fällen wiederum Nachteile gegenüber Vergleichsfabrikaten. Ich vergleiche Implantatsysteme gerne mit Automarken. Die großen Marken stellen alle gute Autos her. Es gibt aber kein Auto, das in allen Teilaspekten allen anderen überlegen ist. In unserer Praxis in Basel verwenden wir Straumann® SLActive® Implantate.

Wie sind die Kosten einer Zahnimplantation?

Die Frage, was ein Implantat in Ihrem individuellen Fall kostet, kann nicht pauschal beantwortet werden. Dennoch beherrscht dieses Thema oft von Anfang an das Gespräch mit Ihrem Zahnarzt. Die Aufwendung, die Sie für sich investieren, hängt stark von Ihren Bedürfnissen oder Ihrem Anspruch an modernen Zahnersatz ab. Fast immer haben Sie die Wahl zwischen einer einfachen Lösung oder aufwendigen, anspruchsvollen Versorgung. Die richtige Frage lautet deshalb: Was sind mir Implantate wert?

Für einen Patienten der seit Jahren nicht mehr fest zubeißen konnte oder wegen einer unvorteilhaften Prothese nicht mehr herzhaft gelacht hat, sind Implantate ein Stück Lebensfreude. Eine seit Jahren störende Gaumenabdeckung kann durch Implantate entfernt werden – Sie schmecken und fühlen wieder alles wie gewohnt. Anfänglich hohe Aufwendungen erscheinen in einem anderen Licht, wenn Implantate Ihr Wohlbefinden und Ihre Gesundheit verbessern. Auf lange Sicht sind Implantate sogar eine kostengünstigere Entscheidung. Die lange Haltbarkeit macht die Implantatversorgung einem herkömmlichen Zahnersatz überlegen. Zwar entsteht zu Beginn ein hohes Investitionsvolumen für Sie, aber die Kosten für ständige Neuanfertigungen und Reparaturen belaufen sich über Jahre hinweg oft auf noch eine viel höhere Summe.

Privatversicherte Patienten sollten sich vor einer Behandlung mit der Versicherung auseinander setzen, welche Kosten der Implantation übernommen werden.

Eine so hochwertige Versorgung kann verständlicherweise nicht durch die Allgemeinheit versichert werden. Der Auftrag der gesetzlichen Krankenversicherung ist eine Wiederherstellung der Kaufunktion ohne Berücksichtigung individueller Bedürfnisse in Hinblick auf Ästhetik und Komfort. Die Versorgung muß lediglich ausreichend, notwendig und wirtschaftlich sein, so verlangt es das Sozialgesetzbuch.

Implantatversorgungen sind mit Sicherheit wirtschaftlich, aber ebenso ein komfortabler und sicherer Zahnersatz. Implantate stellen eine gehobene anspruchsvolle und moderne Therapie dar.

Wann ist der optimale Zeitpunkt fürs Implantieren?

Der optimale Zeitpunkt, das optimale Timing ist in der Implantologie eine Notwendigkeit. Wird ein entzündeter Zahn zu lange in der Mundhöhle belassen oder eine Zahnlücke zu lange nicht versorgt, kann es passieren, dass der Knochen zu stark resorbiert wird und dann nicht mehr genügend Knochen für die Verankerung des Implantates zur Verfügung steht, so dass entweder nur unter erschwerten Bedingungen ein Implantat oder unter Umständen kein Implantat mehr gesetzt werden kann.

Brauche ich für jeden verloren gegangenen Zahn ein Implantat?

Nein: ein stabiles Implantat kann auch mehrere Zähne stützen. Die Belastbarkeit ist von der Ausgangslage des Knochens abhängig wie seiner Höhe, Dicke und Festigkeit aber auch der Stellung im Zahnbogen. Weiterhin ist entscheidend, ob das Implantat einen festsitzenden oder einen herausnehmbaren, auf der Schleimhaut getragenen Ersatz, halten soll.

Wann kann keine Implantatversorgung gemacht werden?

• Unzureichendes Knochenangebot
• Schlechte Knochenqualität
• Gefährdung von wichtigen Strukturen: Nervenästen oder Wurzeln von Nachbarzähnen
• Nicht ausreichende Mundhygiene
• Nicht abgeschlossenes Kieferwachstum
• Herabgesetzte Immunabwehr
• Nicht eingestellter Diabetes mellitus

Wie viele Implantate benötige ich für den besseren Halt einer Prothese, nachdem alle Zähne verloren gegangen sind?

Angestrebt werden am häufigsten vier Implantate beim zahnlosen Kiefer (Stellungnahme der DGZMK 3/98). Eine Lösung von zwei Implantaten verbessert zwar den Halt, bietet aber weniger Stabilität als vier Implantate. Soll die Lösung festsitzend sein (also nur noch durch Lösen von Riegeln oder Schrauben zur Reinigung zu entfernen sein), so werden standardmäßig sechs bis acht Implantate im Unterkiefer und acht bis zehn Implantate im Oberkiefer empfohlen. Natürlich muß man individuell die Anzahl bestimmen, so kann ein langes Implantat mehr Kaudruck abfangen als ein kurzes.

Wie lange kann ich nach einer Implantatsetzung nicht arbeiten?

Meist ist die einwandfreie Arbeitsfähigkeit erst nach drei Tagen wiederhergestellt.

Mit was für Beschwerden muß man rechnen?

Beschwerden treten für einige Tage auf, die aber mit einem Schmerzmittel gut zu unterdrücken sind. Weiterhin kommt es zur Schwellung. Die Schwellung steigert sich in den ersten zwei bis drei Tagen nach dem Eingriff und läßt dann wieder nach. Das Ausmaß der Schwellung ist sowohl von der Größe des Eingriffes als auch von der Kühlung des Patienten nach dem Eingriff abhängig. Weiterhin kann ein sichtbarer Bluterguß auftreten.

Kann es beim Setzen von Implantaten zu Komplikationen kommen?

Das Setzen von Implantaten gehört zu den risikoarmen Eingriffen. Trotzdem kann es zu Komplikationen kommen.

Nervverletzung:

Im Unterkiefer verläuft ein Nerv (Nervus alveolaris inferior), der beim Setzen des Implantates verletzt werden kann. Dieses kann zu dauerhaftem Taubheitsgefühl im Bereich des Kinns, der Wange und der Lippen der betroffenen Seite führen. Bei ausreichender Erfahrung und Sorgfalt des Behandlers sowie entsprechender Voruntersuchung ist diese Komplikation grundsätzlich vermeidbar.

Zahnverletzung:

Durch die Implantation kann es bei engen anatomischen Verhältnissen zu Verletzungen der Wurzeln von Nachbarzähnen kommen. Bei ausreichender Sorgfalt des Behandlers ist diese Komplikation grundsätzlich vermeidbar.

Blutungen:

Bei jedem chirurgischen Eingriff kommt es zu Blutungen. Wenn Störungen in der Blutgerinnung bestehen, kann es zu stärkeren oder länger anhaltenden Blutungen kommen. Die Einnahme von Aspirin (ASS) sollte vermieden werden, da die Blutgerinnung negativ beeinflusst wird.

Verletzung der Kieferhöhle:

Dies kann beim Setzen eines Implantates im Oberkiefer auftreten, vor allem wenn nicht genügend Knochen zur Verfügung steht und ein Knochenaufbau, der sogenannte Sinuslift, durchgeführt werden muss.

Implantatverlust:

Wenn ein Implantat nicht einheilt, das heißt nicht fest wird, oder wegen einer Entzündung entfernt werden muss, so heilt der entstandene Knochendefekt durch Knochenneubildung wieder zu.

Kann man sofort nach Entfernung eines Zahnes ein Implantat setzen?

Ja, aber… die sofortige Implantation hat den Vorteil einer kürzeren Wartezeit und vor allem einer schnelleren Nutzung des noch vorhandenen Knochens, da sich der dünne Knochen des Zahnfaches oft rasant schnell nach der Zahnentfernung abbaut. Es muß aber auf jeden Fall die Voraussetzung vorliegen, das der Knochen nach Entfernung des Zahnes stabil ist und keinerlei Entzündung aufweist. Bei der Beurteilung dieser Situation ist ein Operationsmikroskop sehr nützlich.

 

Aus Sicherheitsgründen wartet man heute in der Regel vier Monate nach der Zahnentfernung ab. In diesem Zeitraum hat sich aus der Knochenhöhle des entfernten Zahnes neuer funktionstüchtiger Knochen gebildet. Eine gute Möglichkeit, Patienten nach Zahnverlust umgehend zu helfen, bieten Übergangsimplantate. Es handelt sich hier um dünne Implantate (gleiches Material wie die endgültigen Implantate, nur andere Form und Größe), die sofort belastbar sind, um dem Patienten gleich einen verbesserten Halt des Zahnersatzes zu bieten und wieder entfernt werden, sobald die endgültigen Implantate fest eingeheilt sind.

Wie lange muß nach der Setzung des Implantates gewartet werden, bis die Prothese bzw. Krone angefertigt wird?

Entscheidend ist dabei der verwendete Implantattyp. Während bei den herkömmlichen Implantaten (Branemark) die Implantate drei bis sechs Monate einheilen müssen, ist man mit Hilfe der Osseotite Implantate von 3i in der Lage eine Weiterversorgung nach ca. 8 Wochen durchzuführen. Abhängig ist die Wartezeit aber nicht nur vom Implantattyp, von der Lage des Implantates im Ober- oder Unterkiefer sondern auch vom Allgemeinzustand des Patienten. So läuft z.B. die Knochenheilung bei einem jungen Patienten schneller ab als bei einem älteren Diabetiker.

Muß ich mehrmals operiert werden?

Meist reicht ein Eingriff zum Setzen der Implantate. Bei Implantaten, die unter die Schleimhaut gesetzt wurden, muß man vor der Belastung der Implantate erst die Schleimhaut über dem Implantat entfernen. Dies geschieht in örtlicher Betäubung und ist im Vergleich zum Setzen der Implantate ein sehr kleiner Eingriff. Es kann aber auch sein, das zusätzlich vor dem Setzen der Implantate der Knochen aufgebaut werden muß.

Gibt es ein Höchstalter für Zahnimplantate?

Nein: entscheidend ist nicht das nominelle Alter, sondern das biologische. Die Implantation bei einem 50jährigen Patienten nach Organverpflanzung stellt meiner Meinung ein höheres Risiko dar, als das nominelle Alter von 80 Jahren bei einem rüstigen Patienten mit guter Knochenstruktur.

Ich habe Osteoporose, kann man dann noch Implantate setzen?

Ich sehe in der Osteoporose kein Ausschlußkriterium gegen Implantate. Ich lasse allerdings dem Knochen nach der Implantatsetzung mehr Zeit, bis ich die Implantate belasten lasse. Gegebenenfalls bietet sich hier die Verwendung von Wachstumsfaktoren (Thrombozytenkonzentrat) an.

Mein Kiefer ist schon stark geschwunden. Gehen dann noch Implantate?

Für einen sicheren Langzeiterfolg sollte der Kiefer in der Regel eine Breite von mindestens 5mm und einer Höhe von 10mm haben. Die Kieferhöhe und -breite läßt sich mit einer Röntgenübersichtsaufnahme, manueller Untersuchung und gegebenenfalls einer Computertomographie bestimmen. Sollte nicht genug Knochen vorhanden sein, so ist ein Knochenaufbau möglich. Zum Knochenaufbau verwende ich, je nach der benötigten Menge: Knochenspäne aus dem Bohrloch des Implantates, Knochen aus anderen Regionen des Kiefers oder künstlichen Knochen. Im Seitenzahnbereich des Oberkiefer geht der Knochen bei Zahnlosigkeit zu Gunsten der Kieferhöhle verloren. Mit einer sogenannten Sinusbodenelevation, oft auch Sinuslift genannt, wird dieser Raum wieder mit Knochen aufgefüllt. 5 Monate später kann dieser neu geschaffene Knochen dazu verwendet werden, Implantate zu halten.

Kann man auch bei Kindern oder Jugendlichen Implantate setzen?

Das setzen von Zahnimplantaten bei Jugendlichen wird zur Unterstützung einer Zahnregulierung durchgeführt. Die Implantate im Gaumen oder hinter der Zahnreihe können eine aufwendige Apparatur ersetzen.

 

Jedoch ist der Ersatz von verloren gegangenen Zähnen bei Jugendlichen durch Implantate wegen des noch nicht abgeschlossenen Kieferwachstums problematisch. Der Kiefer um ein Implantat wächst nicht normal weiter. Daher sollten Implantate nicht vor einem großen Wachstumsschub gesetzt werden. D.h. bei Mädchen bis 14 Jahren und Jungen bis 16 Jahren. Ich warte gerne noch länger (16 bzw. 18 Jahre) da auch nach dem großem Wachstumsschub der Kiefer ein bis zwei mm wachsen kann. (Bei Männer sogar bis 25 Jahre!!)

 

Sollten andere Möglichkeiten als die einer Implantation nicht in Frage kommen, so besteht die Möglichkeit über abschraubbare Zahnkronen das Wachstum des Kieferknochens durch Veränderungen der sichtbaren Zahnkrone kosmetisch auszugleichen.

Muß ich für Implantate ganz gesund sein?

Nein, es gibt jedoch Erkrankungen die ein erhöhtes Risiko darstellen. Dazu gehören Zuckerkrankheit bei der Tabletten nicht ausreichen, Blutkrebs, Zustand nach Kieferbestrahlung und schwerer Herz- Kreislauferkrankung. Im Einzelfall erfolgt eine genaue Abschätzung des Risiko nach Rücksprache mit dem Hausarzt. Jedesmal muß man eine Risikonutzenabwägung durchführen. So wird ein Patient, der wegen eines Magen- Darmkrebs eine Chemotherapie erhielt, trotzdem nicht von der Implantation ausgeschlossen werden, da der Magen- Darmtrakt ballastreiche Kost benötigt. In solchen Fällen wird die Abwägung Vor- oder Nachteile immer im Dreieck – Patient, Hausarzt, Implantoer – erfolgen.

Wie oft muß ich nach der Implantatsetzung zu Kontrollen kommen?

Regelmäßige Untersuchungen der Implantate halte ich für dringend geboten. Frühstadien der Entzündungen sind viel einfacher zu behandeln, als schwere Entzündungen, die schon zu einem Knochenabbau geführt haben.

 

Ich bitte die Patienten in folgenden Abständen zu mir:

  • Implantation: nach 2 Tagen, nach 7 Tagen, nach 3 Wochen und danach monatlich.
  • Nach Abschluß aller Arbeiten: das erste Mal nach 2 Wochen, dann zweimal in einmonatigem Abstand, dann zweimal in dreimonatigem Abstand, dann zweimal pro Jahr.

Wann ist eine Voroperation vor der Implantatsetzung notwendig?

Das Grundprinzip bei der Implantatsetzung lautet, das das Implantat fest im Knochen sitzen muß. Wenn dies nicht gewährleistet ist, muß der Knochen vorher aufgebaut werden. Dies geschieht in der Regel einige Monate vorher, kann aber gegebenenfalls auch gleichzeitig vorgenommen werden.

 

Ist das Implantat nach dem Einsetzen fest, aber ein Teil des Implantatkörpers noch nicht vom Knochen bedeckt, dann kann man diesen Teil in der gleichen Operation mit Knochen abdecken.

 

Der Goldstandard zur Festigung und Abdeckung des Implantates ist eigener Knochen, da er zu keiner Abwehrreaktion führt und die Neubildung von Knochens mehr unterstützt als künstlicher Knochen. Die nach der Verpflanzung noch lebenden Knochenanteile sind Keimzellen für neuen eigenen Knochen. Der Knochen zur Verpflanzung wird vorzugsweise von geeigneten Anteilen des Kiefers gewonnen.

 

Weiterhin besteht die Möglichkeit, kleinere Defekte mit speziellen Membranen und Knochenersatzstoffen aufzufüllen, dadurch vermeidet man den Entnahmeeingriff.

 

Ich rechne damit, das eigener verpflanzter Knochen der Goldstandard bleibt. z.B. lassen Untersuchungen über die sogenannte Distraktionsosteogenese vielversprechende Ergebnisse erwarten. Damit ist ein Verfahren gemeint, bei dem ein zu kleiner Knochen kontinuierlich gedehnt und dadurch vergrößert wird.